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· Thom van den Broek

Was ein Passwort auf einer Freigabe wirklich schützt

Ein Freigabelink ist ein Geheimnis, aber er reist selten wie eines. Er läuft durch einen Chat, der auf drei Geräte synchronisiert, durch eine Mail, die in einem gemeinsamen Postfach landet, durch ein Ticketsystem, das alles indexiert. Du bestimmst, an wen du einen Link schickst. Wo er unterwegs gespeichert wird, bestimmst du nicht.

Ein Passwort teilt das Geheimnis in zwei Hälften. Der Link sagt, wo die Dateien liegen. Das Passwort macht sie lesbar. Schick beides über verschiedene Kanäle, oder verlass dich darauf, dass wer in zwei Jahren durch ein Chatprotokoll scrollt, nicht auch das Passwort hat. Dann ist ein abgefangener Link für sich genommen wertlos.

Kein Türsteher

Bei vielen Diensten ist ein Passwort nur eine Schranke vor dem Download: Der Server prüft es und liefert dann die Datei aus. Heißt: Der Server könnte die Datei auch ohne das Passwort ausliefern. In Shareboxed leistet das Passwort kryptografische Arbeit. Bei einer gehosteten Freigabe packt es den Verschlüsselungsschlüssel aus. Bei einer Freigabe aus deinem eigenen Bucket entschlüsselt es die Dateiliste selbst, im Browser des Empfängers. Wir speichern kein Passwort, nur das, was wir brauchen, um eine richtige Antwort zu erkennen. Bei einer geschützten Direktfreigabe nicht einmal das: Ein falsches Passwort scheitert einfach beim Entschlüsseln, auf dem Rechner des Empfängers.

Generiert, nicht ausgedacht

Die Schwachstelle bei Passwörtern sind Menschen, die sie sich ausdenken. Shareboxed generiert stattdessen eines pro Freigabe: zehn Zeichen aus einem Alphabet ohne mehrdeutige Buchstaben, damit am Telefon nichts falsch verstanden wird. Ein Schalter in den Einstellungen aktiviert das für jede Freigabe, die du machst, und das Passwort wird zusammen mit dem Link kopiert. Teilen bleibt also ein einziges Einfügen. Die App merkt es sich pro Freigabe, du kannst es später nachschlagen, ohne Notizen zu führen.

Wann es sich lohnt

Ein Foto vom Whiteboard braucht kein Passwort. Ein Vertrag, ein Lohnexport oder ein Ordner mit Kundenarbeit schon. Die Faustregel: Wenn du zögern würdest, den Link in einem öffentlichen Kanal zu posten, gib ihm ein Passwort, und schick das Passwort woanders hin.